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Vom Heidelberger Labor der Universitätsklinik in den US-Markt: Der Wirkstoff gegen Hepatitis D – Hepcludex – erreicht mit der beschleunigten FDA-Zulassung einen weiteren Meilenstein. Die europäische Zulassung der EMA war bereits vor Jahren erfolgt und hatte den milliardenschweren Kauf des Unternehmens Myr durch Gilead angestoßen.

Das MedTech‑Start-up Sedivention hat eine innovative ambulante Adipositas-Therapie entwickelt und konnte dafür eine Finanzierung in Höhe von 2,9 Mio. Euro einwerben. Die Finanzierungsrunde wird von bmp Ventures mit den IBG Fonds angeführt.

Das Regensburger Digital-Health-Start-up brainjo GmbH konnte erfolgreich eine Seed-Finanzierung in Höhe von 2 Mio. Euro einwerben. Angeführt wird die Runde vom High-Tech-Gründerfonds. Das Geld fließt in die Weiterentwicklung der VR-DiGA für Kinder mit ADHS.

Das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Clee Medical schloss Ende Februar erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde ab. Mit dem Geld will das Team um Matthew Lapinski seine Plattform Neuro Access für die intraoperative Echtzeit-Bildgebung des Gehirns weiterentwickeln und die Zulassung vorbereiten.

Aus den Inkubator-Laboren von MaXL heraus, die von der Clusterorganisation BioM im Gründerzentrum IZB Martinsried betrieben werden, haben die Enzymspezialisten von Twogee Biotech eine Seedfinanzierung über 2 Mio. Euro abschließen können. Neben einschlägigen Finanzierungsinstitutionen wie dem HTGF und Bayern Kapital beteiligt sich auch das Recycling-Unternehmen Heinz, um die Umwandlung von Biomasseresten zu Wertstoffen voranzutreiben.

Kaum ein Jahr nach der Gründung geht es für das Hamburger Start-up Colipi schnell voran. Der Automobilzulieferer Continental holt sich das junge Unternehmen auf seinen Tech-Campus, um dort in einer Pilotanlage aus CO2-Abgasen biobasierte Wertstoffe zu entwickeln und zu helfen, den Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck zu reduzieren.

Die Münchner smartbax GmbH erhält finanzielle Unterstützung, um Antibiotika der nächsten Generation zu entwickeln. Die Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) gab heute den erfolgreichen Abschluss ihrer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde über 4,7 Mio. Euro bekannt.

Aus Bonn über die deutsch-niederländische Grenze gesprungen ist der High-Tech Gründerfonds (HTGF) bei seiner aktuellen Gründungsfinanzierung für Mevaldi B.V. aus Geelen. Das Unternehmen nutzt die Fermentation von Holzresten und Zucker zur Herstellung von chemischen Grundbausteinen für Polymere oder andere strukturgebene Moleküle in gängigen Materialien. Mevaldi wird von erfahrenen Forschern getragen, befindet sich jedoch noch in der frühen Phase der Pilotanlage und will das Geld nun nutzen, in einer Demonstrationsanlage die Robustheit ihres Verfahrens zu belegen.

Auch wenn einige größere Finanzierungsrunden in den letzten Tagen und Wochen für Aufmerksamkeit gesorgt haben (Nuclidium, Actithera…) und auch große Firmenübernahmen von Pharma europäische und globale Schlagzeilen machen – wie die Übernahme von Verona Pharma (UK) durch die US-Merck –, bleibt die Stimmung spürbar weit weg von Jubelgeschrei und Euphorie. Analysten sprechen sich und anderen Mut zu, dass in der zweiten Jahreshälfte sich alles zum Besseren wenden werde. Investoren blicken daher zwar interessiert auf die Präsentationen von Start-ups wie auf dem IZB-Investor-Day, doch eigentlich verfahren sie in diesen unsicheren Zeiten nach dem altbekannten Motto: Abwarten und Tee trinken.

Die aktuell größte frühe Finanzierungsrunde des Jahres in Deutschland sammelt die nordrhein-westfälisch-schweizerische EvlaBio mit 21 Mio. Euro ein. Deren Wirkstoffentwicklung eines spezifischen Antikörpers wurde im Dortmunder Lead Discovery Center (LDC) unter die Fittiche genommen und validiert. Mit der daraus hervorgegangenen Datenlage konnte nun ein ansehnliches Investorenkonsortium überzeugt werden. EY sieht zugleich die Finanzierungslage für Start-ups äußerst kritisch.

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